Selbstdarstellung

Im Netzwerk behinderter Frauen Berlin e.V. haben wir uns als Frauen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen im Frühjahr 1995 zusammengeschlossen.
Gemeinsam ist uns die Erfahrung, dass wir als Frauen mit Behinderungen/chronischen Erkrankungen doppelt diskriminiert werden: In vielen Lebensbereichen haben wir aufgrund unseres Frauseins schlechtere Chancen und werden gleichzeitig wegen unserer Behinderung benachteiligt. In den Behindertenverbänden wird in der Regel Politik von Männern für Männer gemacht. Die Organisationen sind darüber hinaus oft nach verschiedenen Behinderungsarten getrennt.

 
Durch die Förderungen (Personal- und Sachmittel) der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung sowie der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales können wir seit November 1997 eine Selbsthilfe-, Kontakt- und Beratungsstelle mit derzeit vier Mitarbeiterinnen betreiben.

Bärbel Schweitzer, Diplom-Psychologin, ist für die Beratung und Fachberatung verantwortlich, konzipiert die Halbjahresprogramme und sorgt für Organisation und Durchführung der Gruppen, Treffen und Veranstaltungen.

Ulrike Haase, Diplom-Kauffrau (FH), ist für das Projekt "Geschlecht, Behinderung, Gesundheit und Migration" verantwortlich, vertritt die Belange behinderter Frauen in entsprechenden Gremien und bietet soziale Beratung an.

Cinderella Schohl, Bürokauffrau, kümmert sich um die Finanzverwaltung und um alle anfallenden Verwaltungs- und Personalprozesse. Des Weiteren ist sie für das Projektmanagement zuständig.

Katharina Holl, Dipl.-Ing. (FH) für Digitale Medien, betreut den Bereich Öffentlichkeitsarbeit, vertritt die Belange behinderter Frauen in Gremien sowie Arbeitsgruppen und ist für das Projektmanagement in Vertretung zuständig. 

Unsere Ziele

Die Ziele unserer Arbeit sind:

  • Gleichberechtigte Teilhabe von Mädchen, Frauen und Lesben mit Beeinträchtigungen in allen Lebensbereichen,
  • Sensibilisierung der Öffentlichkeit sowohl für die spezifischen Bedürfnisse, Probleme und Benachteiligungen behinderter Mädchen und Frauen, als auch für deren Fähigkeiten und Stärken,
  • Stärkung des Selbstvertrauens von Mädchen und Frauen mit Beeinträchtigungen,
  • Vermitteln des Selbstbestimmt-Leben-Gedankens.

Unsere Aktivitäten

Die Umsetzung unserer Ziele spiegelt sich in den Schwerpunkten unserer Arbeit wider:

  • Beratung behinderter Mädchen und Frauen zu sozialen, rechtlichen, beruflichen und gesundheitlichen Angelegenheiten auf Grundlage des Peer Counseling (behinderte Frauen beraten behinderte Frauen),
  • Organisation und Durchführung von Veranstaltungen und Seminaren,
  • Initiierung und Anleitung von Selbsthilfegruppen und Treffpunkten,
  • Durchführung von Bildungsarbeit für ausgewählte Zielgruppen,
  • Informations- und Medienarbeit, Durchführung und Teilnahme an öffentlichkeitswirksamen Aktionen,
  • Kooperation mit Frauenprojekten und Behindertenorganisationen sowie mit den Verwaltungen, Institutionen und Einrichtungen, die für Frauen- und Behindertenpolitik zuständig sind,
  • Mitarbeit in Gremien, Arbeitsgruppen und Netzwerken auf Landes- und Bundesebene.

Unsere Zielgruppen

Die Angebote unseres Netzwerkes richten sich an:

  • alle Berliner Mädchen und Frauen mit Beeinträchtigungen:
    Wir gestalten unsere Angebote so, dass neben körper- und sehbehinderten/blinden Mädchen und Frauen auch Mädchen und Frauen mit Lernschwierigkeiten sowie hörbehinderte/gehörlose Mädchen und Frauen daran teilnehmen können. Bei Bedarf können wir GebärdensprachdolmetscherInnen zur Verfügung stellen.
  • Angehörige, Partnerinnen und Freundinnen von Mädchen und Frauen mit Beeinträchtigungen
  • MitarbeiterInnen in Einrichtungen der Behindertenhilfe sowie in Frauenprojekten

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